Grundlagen zu Webanwendungen

Eine Webanwendung (auch Webapplikation) ist grundsätzlich ein Programm oder eine Software, das bzw. die über den Computer ausgeführt wird. Dabei ist diese Anwendung nicht auf dem eigenen Rechner installiert.

Die Installation erfolgt von dem Betreiber bzw. Anbieter der Software auf einem Webserver, also einer „Festplatte“ die über das Internet oder das Intranet angesteuert wird. Der Computer des Nutzers kann den Service bspw. über einen Browser erreichen.Der Browser kann in diesem Zusammenhang auch als Präsentationsoberfläche verstanden werden. Dies funktioniert wie der Aufruf einer Webseite durch den Aufruf einer URL. Letztendlich ist die „Webseite“ nicht anderes als die Oberfläche des Programms (auch Frontend genannt). Über die graphische Benutzeroberfläche kann die Webanwendung verwendet werden. Aber auch andere Programme können Anfragen an den Server bzw. die Webanwendung stellen.

Bei der Verwendung einer Webanwendung werden in der Regel Daten (Sessiondaten), die Dauerhaft gespeichert werden müssen. An einem Beispiel kann man dies sehr gut verdeutlichen:
Ein Shop im Internet ist eine Webanwendung, in der ein Nutzer Produkte kaufen kann. Die Daten der Bestellung bspw. werden von Datenbanken oder in Dateien auf dem Server hinterlegt, damit die bestellten Produkte das Ziel, also den Kunden, erreichen. Benutzer bezogene Daten werden wiederum in Cookies auf dem eigenen Rechner abgelegt.

Es gibt zahlreiche weitere Webanwendungen, die man täglich bedient aber als solche nicht wahr nimmt. Welche Vorteile bieten Webapplikationen und welche Nachteile bergen diese?

Als Vorteil gilt sicherlich, dass der Nutzer die Festplattenkapazitäten seines Rechners nicht beansprucht. Er benötigt für die Nutzung einer Software lediglich einen Browser wie bspw. Internet Explorer oder den Firefox. Zudem können Updates zentral von dem Betreiber installiert werden bzw. der Umfang automatisch erweitert. Auch ist der Zugriff auf diese Anwendungen nicht mehr ortsgebunden und kann von jedem Rechner angesteuert werden (sofern man Zugangsdaten besitzt). Für den Betreiber entsteht des Weiteren der Vorteil, dass keine Plagiate in den Umlauf gelangen können.
Die Nachteile lassen sich auch sehr schnell erkennen. Möchte der Anwender auf eine sehr umfangreiche Anwendung zugreifen, benötigt er eine entsprechende Internetverbindung, die diesen Transfer bzw. die Last des Datenvolumens trägt.